Aufgaben der Kläranlage Bad Düben

Unsere Aufgabe besteht darin, Ihr Abwasser zur Kläranlage zu transportiern und hier zu reinigen.

Die Reinigung besteht aus 3 Verfahrensschritten:
1. Mechanische Reinigung
2. Biologische Reinigung
3. Chemische Reinigung
und die Schlammstabilisierung

Rechenhaus

Mechanische Reinigung


Das Abwasser fließt vom Zulaufbauwerk zum Feinrechen. Er hat 5 mm Stababstand, eine Rechengutwäsche und eine Rechengutpresse. Der Stufenrechen wird entsprechen der Füllstandsdifferenz vor und hinter diesem automatisch bereinigt. Der Rechen dient zur Entfernung von Grobstoffen, welche in einen Containern befördert werden.
Von da aus fließt das Abwasser in den belüfteten Langsandfang mit kombinierten Fett- und Schwimmstoffabscheider. Er hat eine Länge von ca. 22.5 m und eine Breite von ca. 4.5m. Der 2,5m breite Sandfang wird durch eine 0,9m tiefe Tauchwand vom Fettfang getrennt. In dem Becken wird die Fließgeschwindigkeit des Abwassers auf 0,2 - 0.3 m/s reduziert. Somit können sich die Ungelösten Absetzbaren Stoffe wie Sand absetzen welche durch einen Räumer beseitigt und über eine Pumpe zum Sangklassierer im Rechengebäude befördert werden. Durch die Belüftung des Beckens erhalten die auf dem Wasser schwimmenden Fett- und Schwimmstoffe Auftrieb und werden unter der Tauchwand zum Fettfang geschwemmt. Die Beseitigung der Fett- und Schwimmstoffe erfolgt wieder mittels eines Räumers und einem Sammelbecken.

Biologische Reinigung


Belebungsbecken
Dem mechanischen Reinigungsprozess folgt die biologische Reinigung. Das Abwasser wird im Verteilerbauwerk gleich auf zwei Belebungsbecken verteilt. Diese haben jeweils einen Durchmesser von 24m und ein Volumen von 1800 m3. In diese Becken wird mittels feinblasiger Druckbelüftung (Belüfterkerzen) Luft eingeblasen und durch 2 Propelleraggregaten vermischt. Dadurch werden die Abbauprozesse der Organischen Stoffe durch Mikroorganismen beschleunigt. Da die Belüftung in Zeitlichen Intervallen abläuft spricht man hier von einer Intermittierenden Denitrifikation. In den verschiedenen Belüftungsphasen finden verschiedene Mikrobiologische Abbauprozesse wie Nitrifikation, Denitrifikation, biologische Phosphatabbau und der Kohlenstoffabbau statt.
 

Chemische Reinigung


Mittels einer Dosieranlage wird in die beiden Belebungsbecken Eisen-III-Chlorid zudosiert. Dabei wird das im Abwasser befindliche Phosphat durch chemische Reaktionen gefällt, es entsteht ein schwer löslicher Schlamm.

Nachklärung


Nachklärbecken
Vom Nachbelüftungsbecken aus fließt das Abwasser in das Nachklärbecken mit einem Durchmesser von 32 m. In diesem Becken wird der Belebtschlamm vom gereinigten Abwasser durch Sedimentation getrennt. Der sedimentierte Schlamm enthält die Mikroorganismen, die für die biologische Reinigung notwendig sind und wird durch einen Rundräumer in die Mitte des trichterförmigen Beckens befördert von dort aus gelangt der Schlamm in das Schlammpumpwerk. Das geklärte Abwasser fließt über eine Ablaufrinne am oberen Beckenrand aus dem Nachklärbecken weiter zum Ablaufpumpwerk. Bei Normalen Wasserstand der Mulde wird dieses im freien Gefälle dem Vorfluter zugeführt. Bei Hochwasser wird es mittels 3 Tauchpumpen in die Mulde gepumpt.

Schlammbehandlung


Schlammstapelbehälter
Der Belebtschlamm aus dem Schlammpumpwerk wird zum größten Teil über Rücklaufschlammpumpen vor dem Belebungsbecken eingeleitet und mit Frischen Abwasser vermischt. Der andere Teil der nicht als Rücklaufschlamm dient wird durch eine Überschussschlammpumpe zu den beiden Schlammstapelbehältern befördert. Diese haben jeweils einen Durchmesser von 15 m und ein Fassungsvermögen von 800 m3. Im Silo erfolgt eine statische Eindickung durch Sedimentation. Der eingedickte Schlamm wird mittels der Zentrifuge und Zugabe von Flockungshilfsmittel entwässert und in Container befördert.
Zugabe Flockmittel ZentrifugeSchlammcontainer